Berlin (ots) –
Berlin. Über 1.000 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks waren insgesamt beim Stromausfall im Berliner Südwesten von Samstag bis Donnerstagnachmittag im Einsatz. Aktuell sind noch über 170 Einsatzkräfte vor Ort im Schadensgebiet. Schwerpunkt des THW-Einsatzes war die Stromeinspeisung bei Pflegeheimen und anderen Einrichtungen mit Notstromersatzanlagen. Die durch das THW betriebenen Notrufannahmestellen wurden zurückgebaut, ebenso wie die Notrufannahmestellen und Notunterkünfte.
„Der plötzliche Stromausfall am Samstag hat alle überraschend getroffen. Dennoch wurden durch die zuständigen Stäbe sehr schnell die notwendigen Maßnahmen eingeleitet“, sagt am Donnerstag Uwe Vogel, Referent im Referat Einsatz des THW-Landesverbands Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und als Erster zuständig für den Krisenstab beim THW. „Das THW war von Anfang an in die Einsatzlage eingebunden und hat vor allem im Bereich Notstromversorgung und Logistik seine Fähigkeiten erfolgreich eingebracht, um den Menschen in den betroffenen Gebieten helfen zu können“, erklärt Uwe Vogel.
Der Stromausfall ist seit Mittwoch weitgehend behoben: Nach der Reparatur einer Leitung konnten die restlichen noch betroffenen Haushalte und Gewerbe schrittweise an die Stromversorgung angeschlossen werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die Lage stabil, aber erneute Störungen, z.B. aufgrund der vorhergesagten Schnee- und Sturmlage, können nicht ganz ausgeschlossen werden. Um die Stromzufuhr zu garantieren bleibt das THW weiter im Einsatz, um die Notstromersatzanlagen für den Fall neuer Stromausfälle zu betreiben, um die Einsatzkräfte zu verpflegen und für die Kraftstofflogistik.
Beteiligt waren über 30 THW-Ortsverbände aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, auch aus Niedersachsen und Bremen kam Unterstützung. Die für mögliche Infrastrukturinstandsetzungen zusammengezogene Kräfte wurden in der Nacht aus dem Einsatz entlassen.
Am Morgen des 3. Januar kam es im Südwesten von Berlin zu einem größeren Stromausfall in Folge des Brandes einer Kabelbrücke. Betroffen waren nach Angaben von Stromnetz Berlin rund 50.000 Haushalte und mehr als 2.000 Gewerbekunden, außerdem mehrere Krankhäuser und Pflegeeinrichtungen. In einzelnen Teilgebieten konnte die Versorgung in der Nacht zum 4. Januar 2026 bereits wiederhergestellt werden.
Das THW hatte bis zu elf Notrufannahmestellen betrieben. Zahlreiche Einsatzkräfte waren mit der Erkundung und Sicherstellung der Notstromversorgung unter anderem für Krankenhäuser, eine Tierklinik sowie Pflege- und Betreuungseinrichtungen im Einsatz. Der Bereitstellungsraum im Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf wird bis zum Abschluss der laufenden Maßnahmen weiter betrieben.
Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern.
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